Die ersten "Gehversuche" ...
Die ersten Versuche, den Fußball in Stams zu etablieren, reichen in das Jahr 1948 zurück. 1949 wurden die ersten Kontakte geknüpft, durch "Hoangart" hat sich eine Mannschaft herauskristallisiert. Die eigentlichen Hauptpersonen waren der Mair-Schuster (Ernst), weiters dabei waren Benedikt Mair, Josef Staudacher, Erwin Stoor, Walter Maresch, Hans Tasch, Josef Cabas, Alois Mair, Donato Pedrazza, Hansl Grüner und Albert Schweigl. Am 10. April 1950 konnte die Meisterschaft gestartet werden, die Hauptgegner waren damals Rietz, Telfs und Silz. Das Spielfeld lag in der Thanner Erlau. Fahrdienstleiter Cabas stellte eine Raupe bereit. Albert Schweigl war damals für die Ballpflege zuständig - eine verantwortungsvolle Aufgabe, musste doch mit diesem einen Ball drei Jahre das Auslangen gefunden werden. Innerhalb der Mannschaft gab es nie Probleme, nach dem sonntägigen Fußballspiel setzte man sich gemütlich beim Ötzbrugger zusammen und genoss traditionell zur Sauren Wurst ein kühles Bier.
Schon in den Nachkriegsjahren wurde in Stams Fußball gespielt. Und es fehlte nicht an Begeisterung und Willen, sondern an den Möglichkeiten, um gleich offiziell und angemeldet an der Meisterschaft teilzunehmen. Stams verfügte nämlich über keinen eigenen Fußballplatz, und so dauerte es ganze 19 Jahre, bis die eigentliche Geburtsstunde von Fußball-Stams schlug.
Die Gründung ...
Im Herbst 1968 ging man auf Initiative von Hansjörg Ötzbrugger sen. erneut an die Sache heran. Hansjörg hielt die Zeit für gekommen, um einige fußballbegeisterte Stamser, die bei anderen Oberländer Vereinen erfolgreich spielten, nach Hause zu holen und den Fußball in Stams zu etablieren. Peter Steinlechner, sein Bruder Herbert, Karl Mair, Max Pfandler und Herbert Abfalterer sen. als 42-jähriger Lehrer 1967 gekommen, zeigten sich von der Idee begeistert und sagten ihre Unterstützung zu.
Am 15. Dez. 1968 trafen sich die Stamser Fußballidealisten im Gashof Sonnenheim (heute Stamser Hof) zur Gründungsversammlung des Stamser Fußballs. 43 Unterschriften wurden gesammelt, um die Wahl der einzelnen Funktionen unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Johann Köll durchführen zu können. Die Fußballer durften sich als neue Sektion der Turnerschaft Meinhardinum unter Obmann Prof. Siegfried Kluibenschedl anschließen.
Als alle Formalitäten der Neugründung bravourös gemeistert wurden, konnte in der Saison 1969/70 das Meisterschaftsdebüt gefeiert werden. Mit einer Jugend- und einer Kampfmannschaft stieg man in den Meisterschaftsbetrieb ein. Und schom im ersten Spieljahr erreichte die Stamser Elf den unerwarteten aber verdienten 4.Platz in der 2. Klasse West. Im Jahr darauf konnte unsere Mannschaft bereits den Titel eines Vizemeisters erringen. Damit die jungen Spieler Routine sammeln konnten, wurde in dieser Saison eine Reservemannschaft ins Leben gerufen.
Die ersten Erfolge ...
Der erste Meistertitel 1971/72 - Aufstieg in die 1. Klasse West vom Anfangserfolg beflügelt lief die Kampfmannschaft unter Spielertrainer Peter Steinlechner in der folgenden Saison zu einer großartigen Leistung auf. Nach dem Herstmeistertitel ging es im Frühjahr in der selben Tonart weiter, und man holte im dritten Jahr des Bestehens den ersten Meistertitel nach Stams. Die Bilanz - 16 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen, Torverhältnis 73:15 - spricht für sich. Unvergessen für die Spieler bleibt der Empfang in der Heimatgemeinde. Ohne Wissen der Aktiven wurden die Straßen geschmückt, der Dorfplatz war von Fackelträgern umsäumt und ganz Stams war auf den Beinen, um der Mannschaft zu gratulieren.
Das Debüt in der 1. Klasse West wurde unter dem neuen Trainer Herbert Abfalterer sen. in Angriff genommen. Ein weiterer Höhepunkt folgte in der Saison 1973/74, als die bisher ungeschlagene SPG Silz/Mötz zum Derby nach Stams kam. Vor 400 fanatischen Zuschauern wurde die Nachbargemeinde mit 4:0-Toren nach Hause geschickt - ein Freudentag für Spieler und Kassier. Letztendlich war die SPG in dieser Saison doch zu übermächtig, und es reichte für uns nur zum Vizemeister. Bei der sechsten Jahreshauptversammlung Ende 1974 legte Hansjörg Ötzbrugger sein Amt als Sektionsleiter aus beruflichen Gründen zurück, An seine Stelle trat Karl Mair, der die Geschicke des Vereins 14 Jahre lang leiten sollte.
Der zweite Meistertitel - Aufstieg in die Gebietsliga 1975/76 erreichten die Stamser vor dem Titelfavoriten und Lokalrivalen Rietz den zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte und stiegen in die Gebietsliga auf. Die Aufgaben in der Gebietsliga waren nun ungleich schwieriger. Die Mannschaft befand sich im Umbau und so musste man sich gegen Ende des Jahrzehnts mit Plätzen im hinteren Tabellendrittel zufrieden geben. In der Saison 1977/78 löst der bisherige Nachwuchstrainer und Stammspieler Max Pfandler den Erfolgstrainer Herbert Abfalterer sen. als Trainer der Ersten ab.
Da einige Spieler in die Jahre gekommen waren, wurde am 18. Nov 1979 eine Altherrenmannschaft gegründet.
Eine lange Durststrecke ...
Die Gebietsliga war für unsere Mannschaft nur eine kurze Zwischenstation. In der Saison 1978/79 musste die Mannschaft - zwar denkbar knapp - den Abstieg in die 1. Klasse West hinnehmen. Es folgte nun in den 80iger-Jahren eine lange Durststrecke, in der die Mannschaft immer in den Abstiegskampf verwickelt war. Erst gegen Ende der 80iger-Jahre erfing sich die Mannschaft unter dem jungen Spielertrainer Heinrich Gebhart, der als 18-jähriger ein Jahr lang in der Tiroler-Liga bei der SPG Silz/Mötz Erfahrung sammeln konnte, wieder und landete nun im vorderen Mittelfeld der 1. Klasse West. Im Winter 1988 löste Ossi Gallop unseren Langzeit-Obmann Karl Mair an der Spitze des Vereins ab. Im Spieljahr 1988/89 übernahm Günther Kleinlercher die Mannschaft und konnte den Aufwärtstrend mit einer jungen Stamser Mannschaft, unterstützt von den Routiniers Franz Gallop, Klaus Moser, Siegfried Rieger und Edi Bodner, fortsetzen. Anfang der 90er-Jahre scheiterte die Mannschaft einige Male nur denkbar knapp am Aufstieg in die Gebietsliga. Im Spieljahr 1992/93 blieb der Aufstieg nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz verwehrt, ein Jahr später verspielte die Mannschaft im letzten Spiel gegen die SPG Wilten den Aufstieg. Im Spieljahr 1992/93 feierte dafür unsere U10-Mannschaft (mit den Spielern Daniel Moser und Gerhard Ötzbrugger) den bisher einzigen Meistertitel einer Nachwuchsmannschaft. 1992 übernahm Klaus Moser, langjähriger Spieler unseres Vereins, das Amt des Obmanns, das er bis 2004 inne hatte.
Stams im "Fußball-Himmel" ...
Im Juli 1994 konnte die Fa. Köll-Dächer als Hauptsponsor gewonnen werden. Firmenchef Anton Köll engagierte sich sehr für den Stamser Fußball und machte mit der Verpflichtung des Spielers Karl Kraxner, der zuvor in der Regionalliga und ein Jahr sogar in de 2. Division bei Wattens tätig war, Fuore. Als haushoher Favorit in die Meisterschaft gestartet, verspielte unsere Mannschaft im letzen Spiel den Meistertitel und musste dem SK Rietz den Vortritt lassen. In der Saison 1995/96 schaffte die Mannschaft dann ohne Karl Kraxner in überlegener Manier den Meisteritel mit 22 Punkten Vorsprung und stieg in die Gebietsliga auf. Auch in der Gebietsliga - dieses Mal wieder mit Karl Kraxner - setzte die Mannschaft ihren Erfolglauf fort und wurde erneut überlegen Meister mit 19 Punkten Vorsprung. In 52 Meisterschaftsspielen blieb die Mannschaft des Trainerduos Günther Kleinlecher/Ossi Gallop ungeschlagen. Ehrgeizige Spieler wie Heinrich Gebhart, Hansjörg Ötzbrugger jun., Langzeitkassier Michael Schweigl, Elmar Welzenberger, Thomas Pfandler, Harald Aigner, Edi Bodner und Bernhard Ötzbrugger waren maßgeblich für den großen Erfolg verantwortlich und sollten noch über Jahre hinaus den Stamser Fußball zur Blüte verhelfen.
Im ersten Jahr in der Landesliga West spielte unsere Mannschaft lange Zeit um den Aufstieg mit, wurde dann letzendlich ausgezeichneter Dritter. Unvergessen ist das erste Heimspiel in der Landesliga gegen den Sv Haiming, das unsere Mannschaft vor 800 Zuschauern mit 5:2 gewinnen konnte. Im Winter 1998 folgte ein weiteres Highlight: Die Mannschaft wurde in Zell/Ziller Tiroler Hallencupsieger. Die zweite Landesliga-Saison beendete unsere Mannschaft - mittlerweile hatte Ossi Gallop das Traineramt übernommen - an 8. Stelle. In der Saison 1999/2000 wurde unsere Mannschaft - angetrieber von einem großartigen Alexander Wieser, der vom SV Hall zu unserer Mannschaft stieß - nur knapp hinter dem SV Neustift Vizemeister. In der darauf folgenden Saison konnte unsere Mannschaft diesen Erfolg noch "toppen": Meister in der Landesliga West und Aufstieg in Tirols höchste Spielklasse, der Tiroler Liga. Aus beruflichen Gründen folgte im Winter des Aufstiegsjahres Stefan Einackerer Ossi Gallop als Trainer der Kampfmannschaft. Stams spielte in der Saison 2001/02 als einzige Mannschaft der Bezirke Imst, Reutte und Landeck in der Tiroler Liga. Im ersten Jahr belegte die Mannschaft, obwohl als erster Abstiegskandidat gehandelt, den 10. Platz. Im zweiten Jahr wurde die Mannschaft nach Platz 6 im Herbstdurchgang Elfter. Im dritten Jahr der Tiroler-Liga musste unsere Mannschaft dem hohem Tempo und der Stärke der Liga Tribut zollen und musste mit Platz 15 den Weg in die Landesliga antreten. Im Winter 2004 löste Alexander Dosch Klaus Moser als Obmann ab. Seit 2004 spielt unsere Mannschaft nun in der Landesliga West. Der größte Erfolg in dieser Zeit war der Vizemeistertitel hinter dem SV Telfs in der Saison 2005/06. In der Saison 2006/07 lieferte die Mannschaft einen heroischen Abstiegskampf und konnte sich erst im letzten Spiel retten.
Die Obmänner als "Baumeister" ...
Kontinuität zeichnete den Stamser Fußballverein immer aus. Nur 4 Obleute waren in der 40-jährigen Vereinsgeschichte tätig. Hansjörg Ötzbrugger sen. war als erster Obmann des Fußballvereins Stams bis 1974 tätig. Unter ihm wurde der alte Sportplatz in Stams-Eichenwald und die Umkleidekabinen, die 2008 abgerissen wurden, gebaut. Unter Obmann Karl Mair wurde 1980 der neue Sportplatz errichtet. Er ist noch immer ein "Schmuckstück" und durch die aufwändige Pflege unseres Allrounders Heinrich Gebhart in einem Top-Zustand. Unter Ossi Gallop wurde 1990 das neue Sportplatzgebäude mit zwei Umkleidekabinen errichtet, das in der Folge unter Obmann Klaus Moser erweitert wurde. Unter dem jetzigen Obmann Alex Dosch wurde 2007 die Flutlichtanlage erbaut.
| Landesliga West | |||
| 1 | SC Imst | 5 | 12 |
| 2 | SV Haiming | 5 | 12 |
| 3 | SV Volders | 5 | 12 |
| 4 | TS Stams | 5 | 9 |
| 5 | SK Zirl | 5 | 8 |
| 6 | SV Zams | 5 | 8 |
| 7 | SV Landeck | 5 | 7 |
| 8 | SV Hall 1b | 5 | 6 |
| 9 | SV Kematen | 5 | 6 |
| 10 | SV Reutte | 5 | 5 |
| 11 | SPG Prutz/Serfaus | 5 | 5 |
| 12 | SV Neustift | 5 | 5 |
| 13 | FC Veldidena | 5 | 2 |
| 14 | USV Oetz | 5 | 0 |